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Ich habe mir einen Raspberry Pi gekauft, was nun?

Einführung zum Raspberry Pi

Ein Raspberry Pi ist in erster Linie ein Minicomputer, welcher von der Raspberry Pi Foundation im Jahr 2012 entwickelt wurde. Er ist nicht größer als ein Smartphone und besitzt eine ähnliche Prozessorarchitektur. Dieser kleine, preisgünstige Einplatinencomputer wurde von einer britischen Stiftung in Auftrag gegeben. Dies geschah, da es an Universitäten im Vereinigten Königreich immer weniger Studenten, im Bereich der Informatik, mit immer weniger Vorkenntnissen gab. Das Ziel des Raspberry Pis ist es dem entgegenzuwirken, indem man einen kleinen, leistungsstarken Rechner entwickelt hat, der für Jedermann zugänglich ist. So konnte bei immer mehr Jugendlichen das Interesse am Programmieren und Basteln mit Schaltkreisen geweckt werden. Den Raspberry Pi gibt es mittlerweile in verschiedenen Versionen und Ausführungen, von denn der Raspberry Pi 3 Model B+ die aktuellste Variante darstellt.

Zahlen und Fakten

Interessant zu wissen ist, dass die Pi-Modelle regelmäßige Hardware-Aktualisierungen erhalten. Im September 2016 kam z.B. der Pi 2 Model B v1.2 heraus. Dieser hatte dieselben Spezifikationen, wie der Raspberry Pi 2, nur dass der neuere eine aktuellere 64-Bit CPU verbaut hatte. Im März 2018 wurde dann der Pi 3 B+ veröffentlicht. Dieser verfügt jetzt über neueste Chipsätze, wie dem CYW43455-WIFI-Chip, der im 5GHz und 2,4GHz-Bereich funken kann und das in einer Geschwindigkeit von bis zu 250Mbit/s. Zudem gibt es jetzt auch Bluetooth-Chips, die rund 2,5x schneller und mit einer 10x größeren Reichweite als der Vorgänger kommunizieren können. Aber er kann jetzt nicht nur schneller funken als früher, sondern besitzt auch einen 3-fach so schnellen Ethernet-Anschluss mit 300Mbit/s, der zusätzlich PoE (Power-over-Ethernet) unterstützt. Dies bietet sich vor allem in Firmen an, da man so nicht für jedes Gerät ein zusätzliches Netzteil benötigt, oder wenn man den Raspberry Pi an einem Ort betreiben möchte, an dem man keine weitere Steckdose zur Verfügung hat. Was sich hingegen nicht verbessert hat, sind die 4 USB-Anschlüsse, welche weiterhin auf USB 2.0 laufen. Zudem ist der Stromverbrauch, bei durchschnittlicher Auslastung, beinahe doppelt so hoch als beim Vorgänger, was aber immer noch verschwindend gering ist und bei nicht portablen Anwendungen kein Problem darstellen sollte. Doch dafür gibt uns der neue Raspberry Pi all diese verbesserten Funktionen und einen 1.4GHz starken Prozessor, statt des alten 1.2GHz, des Vorgängers.

Einsatzszenarien

Wie bereits erwähnt wurde der Raspberry Pi in erster Linie für die Schule entwickelt. Aber wie will man denn Schülern im Teenager Alter Informatik näherbringen? Die Antwort auf diese Frage ist ganz einfach. Sie lautet: „Minecraft“. Das beliebte Open World Game wurde so angepasst, dass es sogar flüssig auf dem günstigsten Modell, dem Pi Zero, läuft. Das Spiel Minecraft ist auf dem offiziellen Raspbian-Betriebssystem vorinstalliert. Nicht nur Performance-technisch wurde die Minecraft Pi Version aufgepäppelt, sie bringt auch direkt ein Python Terminal mit sich, mit dem man direkt anfangen kann zu programmieren und die Änderungen live im Spiel miterlebt. Der Vorteil von Python ist auch, dass man die Sprache spielend leicht lernen kann. Sie ist sehr gut dokumentiert, mit viel Fantasie fast wie englische Sätze zu lesen und auch sehr leicht mit Bibliotheken erweiterbar.

Mit dem Raspberry Pi kann man aber nicht nur lernen, wie Programmiersprachen funktionieren und wie man diese Anwendet, sondern auch kreative Projekte realisieren. Im Internet findet man einige Projekte, die sich sehr leicht umsetzen lassen und z.B. interessante Ergänzungen zu ihrem Smart-Home-System sein können, oder nützliche Gadgets, die einem am Tag begleiten. Sehr beliebt sind Projekte, bei denen der Raspberry Pi als Multimedia-Center dient, oder als Spielekonsole verwendet wird. Wer auch an so etwas Interesse hat, sollte mal einen Blick auf das Betriebssystem Recalbox werfen. Dieses verknüpft Emulationstation mit Multimedia und kann somit dem heimischen Fernseher um ein großes Stück erweitern.

Fazit

Schlussendlich ist zu sagen, dass der Raspberry Pi ein Produkt ist, welches primär für Bastler gemacht ist als für einfache Verbraucher. Doch anschauen sollte man ihn sich trotzdem. Vor allem dann, wenn man noch nie etwas mit der Materie zu tun hatte und gerne etwas Neues entdecken möchte. Der Raspberry Pi ist auch jedem zu empfehlen, der z.B. gerne die Funktionen eines Smart-TVs nutzen würde. Betriebssysteme, wie OSMC sind schnell installiert und lassen sich dann auch ganz einfach bedienen.

To be continued…

 

PG

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